Die komplizierte Thematik der Jagdverpachtung und des Wildschadens, die wünschenswerte schnelle Weiterentwicklung der Wilhelmschule zur Gemeinschaftsschule und die anstehenden Anhörungen zur Windkraft waren auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung der SPD-Gemeinderatsfraktion Tuttlingen.
In der komplizierten Thematik ‚Jagdverpachtung’ werde die Fraktion mithelfen, so heißt es in einem Bericht der SPD-Fraktion, dass die Interessen der Waldbesitzer und Landwirte genauso berücksichtigt werden wie die der Jagdpächter. Klaus Cerny sieht die Eigenjagdbesitzer und die Jagdgenossenschaften gleichermaßen in der Verantwortung, einen tragfähigen Interessensausgleich herbeizuführen und das Schadensrisiko fair zu verteilen. Der Stadt als größter Jagdrechtsinhaberin fällt hierbei wie bisher die Führungsrolle zu. Landwirtin Susi Hein, die der Fraktion aus der Praxis berichtete, warb für Regelungen, die für die Bauern leistbar sind.
Herwig Klingenstein, Aufsichtstrat in der Tuttlinger Wohnbau, erläuterte den Fortgang des Sanierungsprojektes Birk-Areal. Nachdem die Fraktion bei OB Beck angefragt hatte, sind die Pläne eines Architekten-Workshops und erste Wertungen bekannt gemacht worden. Man werde, so Klingenstein in Übereinstimmung mit der Fraktion, darauf achten müssen, dass die öffentlichen Sanierungsgelder rechtzeitig und im öffentlichen Interesse ausgegeben werden, für einen günstigen Wohn-Mix, für Parkierung, die auch dem Quartier zugute komme und auch für eine mögliche Nahversorgung. In den nächsten Monaten wolle die SPD das Wohnen in der Innenstadt thematisieren und man freue sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die beschlossene ‚Runderneuerung’ des Ebertplatzes, die die Lebensqualität dort erhöhen werde.
Fabian Rothfuss informierte über die Antragstellung der Wilhelmschule, die als mehrfach ausgezeichnete Schule mit vorwärtsgerichtetem pädagogischem Konzept und mit stabiler Zweizügigkeit beste Voraussetzungen habe, schnell den Zuschlag zur Gemeinschaftsschule zu bekommen.
Fraktionsvorsitzender Hellmut Dinkelaker verwies abschließend auf die anstehenden Informations- und Anhörungstermine zur Flächennutzungsplanänderung in Sachen Windkraft. Er hoffe, dass viele Interessierte von den Terminen Gebrauch machten und dass Standortsuche und Planung von Windkraftanlagen in der Stadt und Region zügig und geregelt vor sich gehen, weil ansonsten ein Wildwuchs durch Investoren von außen drohe, deren Wertschöpfung dann nicht mehr in Stadt und Region bleibe.