Partei
Heuberger Bote, 11.06.15
Spaichingen - Überraschend hat die FDP-Fraktion angekündigt, den Ententeich in einer Ehrenamtsaktion auszubaggern (Wir haben in der Mittwochsausgabe berichtet). Bei unserer Rundfrage zu Sachstand und Position der Fraktionen, über ein halbes Jahr, nachdem der Sachverhalt letztmals im Gemeinderat behandelt wurde, traf nach Redaktionsschluss auch die Stellungnahme der SPD-Fraktion ein.
Walter Thesz schließt sich der Interpretation der Verwaltung an, wonach laut "Gewässergüteprogramm Prim" sowohl Unterbach als auch Weppach zwingend vom Ententeich abgekoppelt werden müssen. Dann hätte der Teich keinen Zulauf mehr. Und eine Frischwasserzufuhr würde aber nicht erlaubt.
Am Freitag, den 5. Juni 2015, um 18 Uhr lädt der "Rittergartenverein" wieder zur Veranstaltungsreihe "10 Minuten für Europa" an den Place de Draguignan ein. Redner wird der Juso-Kreisvorsitzende Patrick Schilling sein.
Thematisch wird er auf den Integrationsprozess von der wirtschaftlichen Zusammenarbeit bis zur politischen Einheit eingehen.
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2015 ist für die SPD in Stadt und Landkreis Tuttlingen ein Jubiläumsjahr, denn am 11. Mai 1890 wurde im Tuttlinger Brauereigasthaus "Waldhorn" der "Arbeiterverein Tuttlingen" gegründet. Diese Versammlung am Rande der Illegalität war die Geburtsstunde des SPD-Ortsvereins Tuttlingen und der gesamten SPD im heutigen Landkreis Tuttlingen. Nach dem Fall des Sozialistengesetzes am 30. September 1890 nannte sich der Verein "Socialdemokratischer Arbeiterverein".
Dieses Jubiläum feiern SPD-Ortsverein Tuttlingen und SPD-Kreisverband Tuttlingen gemeinsam mit der Veranstaltung
125 Jahre Sozialdemokratie in Stadt und Landkreis Tuttlingen
am Mittwoch, den 10.06, um 19 Uhr
in Tuttlingen, im Gemeindehaus St. Josef (Gutenbergstr. 4)
mit Reinhold Gall MdL (Innenminister des Landes Baden-Württemberg)
Programm:
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Begrüßung |
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| Grußworte | |
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Festrede Reinhold Gall MdL
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| Schlusswort Marcus Kiekbusch (Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Tuttlingen) |
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Im Anschluss besteht bei einem kleinen Imbiss die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum persönlichen Gespräch.
Musikalische Umrahmung: Barbara Klobe (Klavier) & Leopold "Poldi" Reisenauer (Trompete & Flügelhorn)
2015 ist für die SPD in Stadt und Landkreis Tuttlingen ein Jubiläumsjahr, denn am 11. Mai 1890 wurde im Tuttlinger Brauereigasthaus "Waldhorn" der "Arbeiterverein Tuttlingen" gegründet. Diese Versammlung am Rande der Illegalität war die Geburtsstunde des SPD-Ortsvereins Tuttlingen und der gesamten SPD im heutigen Landkreis Tuttlingen. Nach dem Fall des Sozialistengesetzes am 30. September 1890 nannte sich der Verein "Socialdemokratischer Arbeiterverein".
Dieses Jubiläum feiern SPD-Ortsverein Tuttlingen und SPD-Kreisverband Tuttlingen gemeinsam mit der Veranstaltung
125 Jahre Sozialdemokratie in Stadt und Landkreis Tuttlingen
am Mittwoch, den 10.06, um 19 Uhr
in Tuttlingen, im Gemeindehaus St. Josef (Gutenbergstr. 4)
mit Reinhold Gall MdL (Innenminister des Landes Baden-Württemberg)
Programm:
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Begrüßung |
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| Grußworte | |
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Festrede Reinhold Gall MdL
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| Schlusswort Marcus Kiekbusch (Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Tuttlingen) |
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Im Anschluss besteht bei einem kleinen Imbiss die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum persönlichen Gespräch.
Heute vor 125 Jahren, am 11. Mai 1890, wurde im Gasthaus "Waldhorn" unter dem Namen "Arbeiterverein Tuttlingen" der SPD-Ortsverein Tuttlingen gegründet. Hauptredner auf der Versammlung war mit dem Stuttgarter Sozialdemokraten Karl Kloß die prägende Persönlichkeit der Arbeiterbewegung in Württemberg in dieser Zeit. Zum Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins wurde Johann Schwald gewählt. Er war die prägende Persönlichkeit der Arbeiterbewegung in Tuttlingen. Nach der Gründung des SPD-Ortsvereins amtierte er bis 1918 als dessen Vorsitzender.
Johann Schwald (1864-1938) stammte aus Schönau im Schwarzwald und kam durch seinen Beruf als Schuhmacher nach Tuttlingen.
1889 wurde er Vorsitzender der neu gegründeten Schuhmachergewerkschaft. 1893 wurde er Kartellvorsitzender der Freien Gewerkschaften. Von 1906 bis 1929 arbeitete er als hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär. Während des Schuharbeiterstreiks 1900 leitete er den gewaltigsten Arbeitskampf in der Geschichte Tuttlingens.
Von 1908 bis 1931 gehörte er dem Tuttlinger Gemeinderat an, zeitweilig als Stellvertreter des Oberbürgermeisters. In der Revolutionszeit 1918/19 war er Vorsitzender des Arbeiterrates. Bei der Gemeinderatswahl 1919 erzielte er die höchste Stimmenzahl aller Bewerber. 1921 scheiterte er bei der Oberbürgermeisterwahl knapp gegen Amtsinhaber Paul Scherer. Außerdem kandidierte er mehrmals für den Landtag.
Durch die heftigen politischen Auseinandersetzungen wurde er um 1930 herzkrank. Da ihm die NS-Regierung seine gewerkschaftliche Altersversorgung strich, starb er 1938 verarmt in Tuttlingen.