SPD wirkt

SPD&IT-Fraktion: Nahversorgung, Nordstadt-Anbindung, Wohnen und Donau sind Themen

Veröffentlicht am 28.10.2014 in Gemeinderatsfraktion

Bei zwei Fraktionstreffen beschäftigte sich die SPD&IT-Fraktion im Tuttlinger Gemeinderat mit der Frage, wie es weitergeht mit dem Wohnbau, mit der Innenentwicklung und den Perspektiven der Donauregion.

Der Bedarf an Lebensmittel-Nahversorgung in der Innenstadt und den Stadtteilen sei offensichtlich im Wandel begriffen, konstatierte Fraktionsmitglied Nicolas Klein von der InnoTUT. An Beispielen wie dem Nordstadt-Lädle und dem gut frequentierten Nahkauf in der Innenstadt zeige sich doch, dass solche Angebote Zukunft haben und dass man hier und in der Möhringer Vorstadt aufpassen müsse, dass die Nahversorgung sich nicht verschlechtere. Herwig Klingenstein bekräftigte, dass es auf jeden Fall wichtig sei, der heimischen Industrie eine weitere Entwicklung in der Stadt zu ermöglichen. Bestärkt durch Bürgerversammlungen in der Vorstadt und vielen Gesprächen werde er aber als Ortsvorsteher dafür arbeiten, dass es auch in Zukunft ein zu Fuß und per Fahrrad erreichbares Lebensmittelangebot hier gebe.

Die Fraktion habe, so heißt es in ihrem Bericht, Prüfanträge im Rat gestellt, um die Zugänge zur Nordstadt zu verbessern. Eine für Fahrradfahrer gangbare flache Rampe zwischen Lessingstraße und dem Nordbahnhof-Areal sei dringend notwendig, so Fabian Rothfuss. Und ein schon im Masterplan belegter mögliche Ringzughalt zwischen Post- und Rathaussteg mit einer Aufzugs-Erschließung nach oben zur Panoramastraße könne dazu führen, dass man besser ohne Auto von und zur Nordstadt komme.

In einem Gespräch mit Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess ließ sich die Fraktion über aktuelle Zahlen und Entwicklungen aus der Sicht der Wohnbau informieren. Es gebe laut Riess im Gegensatz zu früheren Jahren keine Besorgnis erregende Warteliste dringend Wohnungssuchender und man sei auch dabei das Management bei der Vergabe freier Wohnungen zu optimieren. Innerhalb eines halben Jahres könne jetzt jedem Wohnungssuchenden eine passende Wohnung angeboten werden. Rosemarie Szymanski wusste aus ihrer beruflichen Praxis, dass es schwierig sei, günstige und gleichzeitig angemessene Wohnungen zu finden, was auch mit dem knappen Angebot auf dem freien Markt in der Stadt zu tun habe. Fraktionsvorsitzender Hellmut Dinkelaker unterstützte die Wohnbau ausdrücklich bei neuen Projekten für günstiges Wohnen, etwa in der Stuttgarter Strasse. Hier müssen Gemeinderat und Verwaltung nun beschleunigt für Baurecht sorgen, damit man bald anfangen könne. Das geplante Budget-Hotel am Seltenbach sei wohl der Preis dafür, dass man mit der Wohnbau einen Bauträger habe, der auch Geld verdienen muss um an anderer Stelle ‚soziales Wohnen’ zu ermöglichen. Dinkelaker bat den Geschäftsführer darum, den Gemeinderat zeitnah zu informieren und miteinzubeziehen in zukünftige Projekte. Susi Hein bekräftigte, dass die Parkplatzfrage bei innerstädtischen Wohnprojekten geklärt werden müsse, damit durch verdichtetes Wohnen nicht Anwohner von "Altbauten ohne Garage", die bisher durch die weniger verdichtete Bauweise einen Parkplatz fanden, verdrängt würden.

Dieter Müller und Klaus Cerny, beide auch im Kreis engagiert,  ist es wichtig, so heißt es im Fraktionsbericht, dass man mit der IG Landschaftspark Junge Donau eine Chance habe, die Entwicklung an der jungen Donau zwischen Donaueschingen und Sigmaringen voranzutreiben und Fördermittel vom Land und aus Europa zu bekommen. Dies sei, so schreibt die Fraktion abschließend, schon fast ein historisch zu nennender Perspektivwechsel, der Tuttlinger Interessen in der Region und in Europa auch im Zusammenhang mit der Donau definiere.