Gränzbote, 11.06.13
Tuttlingen (pm) - Die SPD-Fraktion im Tuttlinger Gemeinderat hat sich mit der aktuellen Parksituation in der Innenstadt beschäftigt. Man gehe davon aus, dass sich die neuen Gebühren – insbesondere für das Parken in den Parkhäusern, bewähren werden – hieß es anschließend in einer Pressemitteilung. Es sei nicht mehr tragbar gewesen, dass Parkhäuser rote Zahlen schrieben, während in der Innenstadt Parken „für lau“ war und der Parksuchverkehr noch zunahm.
Allerdings – so Stadträtin Susi Hein – wäre es nur gerecht und ökologisch sinnvoll, wenn der von Geschäften ausgegebene Parkrabatt auch auf die Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs ausgedehnt würde. Die Verwaltung habe zugesagt, diesen Vorschlag der SPD-Fraktion positiv zu prüfen. Man sei gespannt, ob sich im Nahverkehrsamt des Landkreises diese Einsicht auch durchsetzen werde, so die Fraktionsmitglieder. Ein eventueller Mehraufwand werde durch die Werbewirkung und ein Plus an Attraktivität aufgewogen, glaubt Susi Hein.
Stadträtin Simone Bühler hatte im Technischen Ausschuss zudem auf die unsichere Verkehrssituation im Zönle hingewiesen, wo durchfahrende Fahrradfahrer und spielende Kinder kaum zusammenpassten. Die Verwaltung räumte ein, dass die Beschilderung irritierend sei und man das Gefahrenpotenzial erkannt habe. Durch verstärkte Kontrollen würden nun Radfahrer auf die gebotene Rücksicht hingewiesen.
Freude über Unterstützung für Medizintechnik-Museum
Sehr aufmerksam habe man auch gelesen, so der Fraktionsvorsitzende Dinkelaker, dass der ehemalige Aesculap-Chef Michael Ungethüm und der ehemalige Kreisarchivar Wolfgang Kramer die Einrichtung eines Medizintechnik-Museums in Tuttlingen befürworten. Seit vielen Jahren und jüngst durch seinen erneuten Vorstoß, so Dinkelaker, werde das Thema eines möglichst auch für junge Leute, für Schulklassen, aber auch für Geschäftsbesucher interessanten interaktiven Museums im Medical Valley vorgebracht und sei allmählich spruchreif.
Eine Arbeitsgruppe von Verwaltung und Gemeinderat habe bereits die Arbeit aufgenommen, nun hoffe man auf aktive Mitstreiter aus der Industrie. Das private Aesculap-Museum, das geplante Karl-Storz-Museum und ein städtisches, umfassendes Zentrum zur Dokumentation dessen, was Stadt und Region zum Weltzentrum der Medizintechnik gemacht haben, sei überfällig. Allerdings sei eine Finanzierung noch völlig unklar, heißt es abschließend im Fraktionsbericht der SPD.